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Mittwoch, 27. Juli 2016, 21:09:10
Zusatzqualifikation "Europaassistent/in (HWK)"
 
Anbieter: Berufsschulen und Handwerk in NRW
Die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in (HWK)“ wurde vom Westdeutschen Handwerkskammertag in Zusammenarbeit mit dem Landesschulministerium und mehreren Berufsschulen in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Seit seiner Einführung im Jahr Anfang 2007 ist die Zahl der Berufsschulen, die den „Europaassistenten“ anbieten, auf mittlerweile über 20 angewachsen. Die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) unterstützte die Einführung. Die Entwicklung und Einführung wurde mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert.

Gesonderter Berufsschulunterricht und Auslandspraktikum
Beim „Europaassistenten“ erhalten leistungsstarke Auszubildende aus dem Handwerk im Rahmen eines gesonderten Berufsschulunterrichtes Fremdsprachentrainings und werden in europäischem Waren- und Wirtschaftsrecht, in interkulturellen Kompetenzen sowie in Europa- und Länderkunde unterwiesen. Ein mindestens dreiwöchiges Betriebspraktikum im Ausland rundet den Lehrgang ab. Die Qualifizierung beginnt im 2. Halbjahr des ersten Ausbildungsjahres an der Berufsschule und dauert in der Regel zwei Jahre. Die abschließende Fortbildungsprüfung wird vor der zuständigen Handwerkskammer abgelegt.
 

Interessante Angebote bringen interessante Auszubildende
Die neue Zusatzqualifikation stellt eine Bereicherung des dualen Ausbildungsangebotes dar und fördert somit die Attraktivität einer handwerklichen Ausbildung auch für leistungsstarke Schulabgänger. Teilnahmeberechtigt sind Auszubildende aus dem Handwerk mit Hochschulreife, Fachhochschulreife oder - bei positiver Leistungsbeurteilung durch die Berufsschule - mit Fachoberschulreife, sofern der Ausbildungsbetrieb zustimmt. 

Absolventen unterstützen Erschließung ausländischer Märkte
Für Handwerksbetriebe bedeutet die internationale Qualifizierung der Lehrlinge eine wichtige Unterstützung bei der Erschließung neuer Märkte, da sie dabei auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen sind. Im gemeinsamen Wirtschaftsraum ist es wichtig, dass die Mitarbeiter europäisches Wissen erlernt und Erfahrungen im Ausland gesammelt haben. Zudem zeigt sich, dass sich das Selbstbewusstsein und die Motivation der teilnehmenden Jugendlichen durch das obligatorische Auslandspraktikum steigern, dass sie selbständiger arbeiten und dadurch im eigenen Betrieb flexibler eingesetzt werden können.

Europaassistent/in PLUS (HWK)
Für Auszubildende, die ein Auslandspraktikum von mindestens vier Monaten absolvieren möchten, bietet sich die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in PLUS (HWK)" an. Sie beinhaltet neben einem längeren Auslandsaufenthalt das Erreichen eines höheren Sprachniveaus.

Informationen und Unterstützungsleistungen
Weitere Informationen zum Europaassistenten erhalten Sie unter den übrigen Rubriken in der Menüleiste links oder direkt beim Westdeutschen Handwerkskammertag

Informationsfilm zum Europaassistenten & Europaassistenten PLUS
(erstellt im Projekt "Anerkannte Zusatzqualifikation mit Grenzüberschreitender Verbundausbildung (GVA) im Handwerk")